Veranstaltungen

Antisemitismus in AfD und FPÖ

Mittwoch, 11.10.2017
19 Uhr, Uni Hamburg (Von-Melle-Park 8 / Anna Siemsen Hörsaal)

Auftaktveranstaltung mit Stephan Grigat

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Zum Verhältnis von Antisemitismus und
Rechtspopulismus“ wird Dr. Stephan Grigat zum Thema Antisemitismus in den sogenannten „rechtspopulistischen“ Parteien AfD- Alternative für Deutschland und der FPÖ- Freiheitliche Partei Österreichs, vor dem Hintergrund der Asyl-, Flüchtlings- und Islamdebatte in den Nachfolgestaaten des Nationalsozialismus, referieren.
Da dieser Vortrag die Auftaktveranstaltung der Reihe ist, wird auch auf die Definitionen von und die Schwierigkeiten mit den Begriffen „Rechtspopulismus“ und „Rechtsextremismus“ eingegangen.
Außerdem werden Strategien gegen Antisemitismus und Rechtsradikalismus in Zeiten des Erstarkens islamistischer Bewegungen diskutiert.

Dr. Stephan Grigat ist Politikwissenschaftler und lehrt(e) an verschiedenen Universitäten unter anderem in Wien, Graz und Gießen und ist 2017/18 Research & Teaching Fellow an der Hebräischen Universität in Jerusalem.

Er ist außerdem Publizist und hat vor kurzem einen Sammelband herausgebracht „AfD & FPÖ: Antisemitismus, völkischer Nationalismus und Geschlechterbilder“ in welchem verschiedene Beiträge die beiden Parteien beleuchten.

Der Sammelband ist auf www.nomos-shop.de erhältlich.


VORTRAG ENTFÄLLT! Rechtspopulismus ein eigenes Phänomen? – Zur Differenzierung von Rechtspopulismus und extremen Rechten

Donnerstag, 16.11.2017
19:00 Uhr, HAW Hamburg

Vortrag mit Prof. Dr. Karin Priester muss leider ausfallen
Wir versuchen den Vortrag zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal nach zu holen.

Der Front National in Frankreich, die FPÖ in Österreich, Donald Trump in den USA oder die AfD in Deutschland. Rechtspopulistische Parteien feiern dieser Tage einen Wahlerfolg nach dem nächsten. Mit dem Einzug der AfD ist es erstmalig seit dem Ende des zweiten Weltkrieges einer extrem rechten Partei gelungen wieder direkt in den Deutschen Bundestag einzuziehen. Grund genug sich das Phänomen des »Rechtspopulismus« noch einmal genauer anzusehen. Handelt es sich dabei überhaupt um ein eigenständiges Phänomen? Oder ist der Rechtspopulismus nur eine weitere Spielform der extremen Rechten? Und wenn es sich um eigenständige Phänomene handelt, wie lassen sich diese voneinander unterscheiden oder differenzieren? Um diesen Fragen nachzugehen haben wir Prof. Dr. Karin Priester eingeladen.

Karin Priester ist Historikerin und Politikwissenschaftlerin an der Universität Münster mit Schwerpunkt zur Populismus- und Rechtsextremismus- Forschung.


Antisemitismus und der Front National

Freitag, 24.11.2017
19:00 Uhr, HAW Hamburg // Raum 01.13.
Berliner Tor 5

Vortrag mit Dr. Maurice Schuhmann

Die Zahl der Auswanderungen französischer Jüdinnen und Juden nach Israel hat im Jahr 2015 einen Rekord seit der Staatsgründung 1948 erreicht: 7900 haben Frankreich verlassen, im Jahr 2012 waren es noch 1800. Diese Rekordzahlen lassen sich als Reaktion auf die unzähligen antisemitischen Anschläge in Frankreich beobachten – sei es das Attentat auf eine jüdische Schule in Toulouse im Jahr 2012 oder die verheerenden Anschläge von Paris im gesamten Jahr 2015.
Gleichzeitig feiert die rechtsextreme Partei „Front National“ unter Marine Le Pen Erfolge. War die Partei unter Jean-Marie Le Pen noch offen antisemitisch, leugnet Marine Le Pen nun jeglichen Antisemitismus in der Partei, schließt Parteimitglieder, die sich offen antisemitisch äußern aus und verweist in dem Kontext auf die muslimischen Banlieues, in denen die wahren Antisemitinnen zu finden seien. Neben dieser Instrumentalisierung bedient sie sich dennoch antisemitischer Ressentiments und Sprecharten. Wie lässt sich das „neue“ Verhältnis von Front National und Antisemitismus verstehen?

Dr. phil. Maurice Schuhmann ist Politikwissenschaftler und lehrt derzeit an der Freien Universität Berlin sowie der Universität Hamburg, nachdem er mehrere Jahre in Frankreich gelebt und gelehrt hat. Seine Forschungsschwerpunkte sind klassische politische Philosophie und Ideengeschichte, Anarchismus, (Neue) Soziale Bewegungen sowie Rechtsextremismus und -populismus.


Podiumsdiskussion

Donnerstag, 30.11.2017
19 Uhr, Uni Hamburg (Von-Melle-Park 9 / VMP9 H)

Podiumsdiskussion
Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Zum Verhältnis von Antisemitismus und Rechtspopulismus“ laden wir zur Podiumsdiskussion am 30.11.2017.

Dabei begrüßen wir mit Alexander Häusler, Jutta Dithfurth, Wolfgang Seibert und Prof. Dr. Horst Pöttker verschiedene Expert*innen auf dem Podium, die sich mit der Thematik seit vielen Jahren und Jahrzehnten intensiv beschäftigen. Auf dem Podium wollen wir mit ihnen erörtern wie sich der Antisemitismus innerhalb der neuen Rechten artikuliert, wie präsent er innerhalb der rechtspopulistischen Parteienstrukturen ist und mit welchen Mitteln ihm begegnet werden kann.

Alexander Häusler ist Sozialwissenschaftler und arbeitet an der Fachhochschule Düsseldorf als Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Forschungsschwerpunkt Rechtsextremismus/Neonazismus.

Jutta Ditfurth ist Soziologin, Autorin und Mitbegründerin der ÖkoLinX-Antirassistische Liste. Ein Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt auf der Untersuchung einer neuen völkischen Querfront und moderne Formen von Rassismus und Antisemitismus.

Wolfgang Seibert ist der Vorsitzende der jüdischen Gemeinde Pinneberg, engagiert im Freien Sender Kombinat und seit seiner Jugend engagierter Antifaschist.

Prof. Dr. Horst Pöttker setzt sich seit Jahrzehnten als Journalist, Sozialwissenschaftler, Hochschullehrer und Professor mit Antisemitismus auseinander und lehrt zurzeit an der Universität Hamburg.